Zentrum für Psycho- und Traumatherapie
Zentrum für Psycho- und Traumatherapie

Idikationen - Auszug

 

Alkoholmißbrauch

 

Alkoholische Getränke sind seit langer Zeit ein Bestandteil unserer Kulturgeschichte; auch heute trinken die meisten Menschen Alkohol und für viele entstehen daraus nur zeitweise Probleme, nämlich dann, wenn sie zuviel getrunken haben. Bei einigen Menschen ist allerdings nicht nur das Trinkverhalten exzessiv, sondern ist für sie selbst und andere mit schwerwiegenden Folgen verbunden. Alkohol ist ein Sucht- und Rauschgift.

Zur Behandlung von Alkoholmissbrauch gibt es ganz unterschiedliche Ansätze: Medikamente, Einzel- und Gruppentherapie, Anonyme Alkoholiker... Wir wenden in der Therapie des Alkoholismus ein breit gefächertes Vorgehen an.

 

 

Beziehungssucht

Was ist Beziehungssucht?

Beziehungssucht ist eine Verhaltensweise, die sehr viel Leiden bringt. Für die Betroffenen ist sie meistens schwer zu erkennen, da ihr Verhalten für sie selber Normalität ist. Betroffene verwechseln Beziehungssucht häufig mit grosser Liebe. Tatsächlich hat sie nicht viel mit Liebe zu tun. Verhaltensweisen einer Beziehungssucht sind z.B.:

  • Man fühlt sich nur sicher in der Nähe des Partners.
  • Man hat grosse Angst vor dem (auch nur kurzzeitigem) Alleinsein.
  • Man braucht einen Partner um sich 'ganz' fühlen zu können.
  • Man stürzt in Leere, Angst und Depression, wenn es zu einer Trennung kommt.
  • Man tut alles, damit es nicht zu einer Trennung kommt, man erniedrigt sich, man nimmt gar Schläge und Gewalt in Kauf.
  • Kleinste Anzeichen dafür, dass der Partner noch andere Interessen im Leben hat, können zu Streit führen.
  • Häufiges Streiten ist in der Beziehung Normalität.
  • Eifersucht spielt eine grosse Rolle.
  • Man ist darauf angewiesen, dass der Partner sagt, wie schön, wie gut, wie klug man sei, selber glaubt man nicht daran.
  • Man ist in seinen eigenen Stimmungen vom Partner abhängig: "ist er mir zugeneigt, geht es mir gut, andernfalls geht es mir schlecht".
  • Der Partner fühlt sich gefangen, versucht mehr Freiheit für sich zu gewinnen. Geschieht dies, löst das Angst aus.
  • Man erträgt keine Kritik vom Partner, kritisiert ihn umgekehrt aber häufig und harsch.
  • Mittelpunkt im Leben ist der Partner. Das ganze Sein kreist um ihn und wird als Zeichen der grossen Liebe zu ihm wahrgenommen.
  • Man gibt sich selber auf, verzichtet häufig auf die eigenen Bedürfnisse. Auch dies sieht man als Beweis für grosse Liebe.
  • Man möchte, dass der Partner Tag und Nacht für einen da ist.

Eine Liebesbeziehung kann mit diesen Verhaltensweisen nie lange aufrechterhalten werden. Partner verlassen die Betroffenen regelmässig nach kurzer Dauer wieder, und man ist gezwungen, sich rasch möglichst einen nächsten Partner zu suchen. Dieser immer gleiche Mechanismus ist mit starkem Leiden verbunden.

Was kann die Verhaltenstherapie gegen Beziehungssucht tun?

Menschen mit Beziehungssucht oder mit ähnlichen wie den oben beschriebenen Verhaltensweisen sollten eine Therapie machen, nachdem sie erfolglos meistens schon alles ausprobiert haben, um ihr Verhalten zu verändern und aus diesem Teufelskreis zu finden. In der Therapie wird der Fokus u.a. darauf gelegt, sich selber und seine Bedürfnisse besser wahrzunehmen und ausdrücken zu können, für sich selber einstehen, sich alleine im Leben stark zu machen und Abhängigkeiten aufzulösen. Das sind mögliche erste Schritte hin zu einem erfüllten Leben alleine oder in Beziehung.

 

 

Bluthochdruck

 

Bluthochdruck Patienten mit Bluthochdruck lehnen es häufig ab, die vorgeschriebenen Medikamente für die Blutdrucksenkung zu nehmen. Die Ursachen dafür waren nicht so richtig klar. Der deutsche Psychologe und Verhaltenstherapeut Harald Rau hat in einer Experimentreihe an der Universität Tübingen zeigen können, dass Bluthochdruck wie eine Art Doping wirkt. Wer den Menschen den Bluthochdruck mit Medikamenten wegnimmt, nimmt ihnen einen Teil des angenehmen Lebensgefühls. Denn Menschen mit Bluthochdruck empfinden diesen als angenehm. Er erhöht das allgemeine Wohlbefinden. Gleichzeitig aber kann Bluthochdruck zu Gehirnschlag und Lähmungserscheinungen führen, zu Herzinfarkt und zu Nierenproblemen. Die Todesursache Nr. 1 in Deutschland, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, werden zum Großteil durch zu hohen Blutdruck hervorgerufen. Insofern ist er eine Volksseuche.

Es ist also wichtig, den Bluthochdruck zu senken. Mit Hilfe einer psychologischen Technik, nämlich von Biofeedback, gelingt es den Bluthochdruck zu verringern. Allerdings wird die Senkung auf Dauer nicht erfolgreich sein. Denn Bluthochdruck ist angenehm, und die Patienten werden unglücklich sein über ihren verlorenen Bluthochdruck. Sie werden relativ schnell wieder anfangen, den Bluthochdruck neu zu entwickeln. Bluthochdruckbehandlung mit Biofeedback ist langfristig nur dann erfolgreich, wenn die Menschen zusätzliche Möglichkeiten bekommen, mit Stress und Schmerz umzugehen. Verhaltenstherapeutische Genuss-, Stress- und Schmerzbewältigungsprogramme versetzen Patienten in die Lage mit anderen Mitteln als Bluthochdruck gegen Schmerz und Stress vorzugehen.

 

Burn-out / Stress

 

'Ich bin gestresst!', 'Ist das ein Stress!', 'Das Leben ist so stressig geworden' ... Das sind Sätze, die wir häufig hören, selber denken oder äussern. Diesen Sätzen gemeinsam ist die Vorstellung, dass Stress etwas sei, das von aussen komme, dem wir hilflos ausgeliefert seien. Ein fataler Fehlschluss, der dazu führt, dass man sich dem Stressgeschehen einfach aussetzt mit der Vorstellung, daran ohnehin nichts ändern zu können. Man gibt damit die Kontrolle aus den Händen.

 

Mittlerweile ist das Phänomen 'Stress' wissenschaftlich gut untersucht. Stress ist eine komplexe körperliche, gedankliche und gefühlsmässige Reaktion des Menschen auf inneres und äusseres Erleben. Stress ist auch etwas sehr persönliches. Jeder hat sozusagen seinen eigenen Stress. Dieser muss keinesfalls in zahlreichen Terminen oder viel Arbeit bestehen, was einem als erstes in den Sinn kommt. Er kann auch durch negative Gedanken, durch wenig Selbstwertgefühl oder durch Mangel an Motivation entstehen. Was für den einen Menschen Stress bedeutet, z.B. Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz, kann für den anderen in seinem persönlichen Stresserleben unwichtig sein.

 

In der Therapie klärt man zuerst die individuellen Stressoren ab: Sind es eigene Gedanken, ist es Druck von aussen, sind es die Gefühle, Menschen, der eigene Körper? Und welche Faktoren wirken in welchem Ausmass? Erst wenn man diese Fragen über sich selber ausführlich beantworten kann, weiss man, mit welcher Art von Stress man es zu tun hat. Dann folgen die Schritte, etwas gegen den Stress zu unternehmen.

 

Burn-out

 

Nach wie vor ist das Schlagwort 'Burn-out' zwar in aller Munde, aber keine in der Psychologie anerkannte Diagnose. So gibt es zum Thema je nach Autor Dutzende unterschiedlicher Symptomen, die dazu gehören können. Unbestritten ist, dass es in unserer Gesellschaft immer häufiger Menschen gibt, die den zum Teil extrem anstrengenden Alltag in Beruf und Privatleben nicht mehr meistern und sich dies über lange Zeit nicht eingestehen können. Sie driften langsam, meistens über Jahre, in einen Zustand anhaltender und schwerer Erschöpfung:

 

  • Fühlen Sie sich häufig erschöpft?
  • Reicht Ihnen das Wochenende nicht mehr, um sich zu erholen?
  • Haben Sie am Ende der Ferien das Gefühl, nun erst könnten Sie anfangen, sich zu entspannen?
  • Haben Sie im Gegensatz zu früher Mühe, sich zu motivieren?
  • Gehen Sie nicht mehr gerne zur Arbeit?
  • Haben Sie den Eindruck, dass Sie es doch nicht schaffen können?
  • Haben Sie weniger Kontakte zu Freunden und Bekannten?
  • Haben Sie weniger Zeit für Ihre Hobbys und für Sport?
  • Haben Sie bei jeder Tätigkeit das Gefühl, dass sie eigentlich etwas anderes, ebenso dringliches, erledigen sollten?
  • Haben Sie das Gefühl, dass die Arbeit nie zu Ende ist, dass Sie nie die Hände in den Schoss legen können?
  • Sind Sie häufiger krank?
  • Schlafen Sie schlecht?
  • Verlieren Sie allmählich die Freude im Leben?
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In schweren Fällen ist eine Erholung ohne Veränderung der aktuellen Lebenssituation meistens nicht möglich. Es empfiehlt sich eine Auszeit, da Erschöpfungssymptome, die über Jahre gewachsen sind, einige Monate brauchen, bis der Mensch sich davon erholt hat. Hier sollte man seinen Hausarzt konsultieren und den Aufenthalt in einer Burn-out-Klinik mit ihm erwägen.

 

Falls die Symptome noch nicht so schwer sind, kann man mit einer Psychotherapie versuchen, seine Lebenssituation so zu verändern, dass das Gleichgewicht zwischen Energie und Anforderungen ausgeglichener ist.

 

Eine Therapie beginnt mit der Erfassung der bei Ihnen vorhandenen Symptome, um den Schweregrad einschätzen zu können. In einem zweiten Schritt werden die verschiedenen Stressoren, die Ihnen das Leben schwer machen, herausgefiltert, diskutiert und die Massnahmen gegen den Stress besprochen. Stressoren können äusserlich sein, sie können aber auch in ihrer Persönlichkeit liegen. Mit Hilfe der Therapeutin beginnen Sie dann, den Alltag und/oder sich selber so zu verändern, dass Ihr inneres Gleichgewicht wieder hergestellt wird. 

 

 

 

Depressionen

 

Fühle ich mich über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen ständig lustlos, freudlos, antriebslos, müde, unkonzentriert ..., dann könnte eine depressive Verstimmung vorliegen. Depressionen können ebenso begleitend zu vielen anderen psychischen oder körperlichen Erkrankungen auftreten. Häufig haben bestimmte Gedankenmuster Mitschuld, oft sind es eingeschränkte oder veränderte Aktivitäten.

Die Psychotherapie bietet gute Möglichkeiten um dieses Problem zu bewältigen. Tiefenpsychologische Psychotherapie in Kombination mit Medikamenten ist bei schweren Depressionen die Therapie der Wahl.

 

 

Entwicklungsstörungen bei Kindern

 

Diese Störung drückt sich in einer verzögerten Entwicklung des Kindes aus. Einige dieser Kinder beginnen später zu sprechen oder zu gehen (bzw. zu krabbeln), manche spielen nicht ihrem Alter entsprechend, andere wieder werden im Kontakt (z.B. schmusen, kuscheln) zu ihren Eltern auffällig. Nach gründlicher Diagnostik erarbeite ich gemeinsam mit den Eltern entwicklungsanregende Spiele, Aufgaben und Verhaltensweisen. Spezielle Methoden der Tiefenpsychologische Psychotherapie passe ich den Bedürfnissen der Kinder an.

Ich suche die Zusammenarbeit mit LehrerInnen bzw. KindergärtnerInnen, denn deren Engagement steigert den Therapieerfolg.

 

Essstörungen

 

Magersucht (Anorexia Nervosa) Ess-Brechsucht (Bulimie) Fettsucht (Adipositas)

Magersucht - Anorexia Nervosa

Die Magersucht ist gekennzeichnet durch einen starken Gewichtsverlust, manchmal in lebensbedrohlicher Form. Magersüchtige sind besessen von der irrationalen Angst dick zu werden und fühlen sich trotz extremen Untergewichts immer noch zu fett. Diese Besessenheit führt dazu, dass die Gedanken von Magersüchtigen nur noch um das Essen kreisen, was ihr Leben mit der Zeit völlig in Besitz nimmt. Nicht-Essen ist der Weg um mit Problemen fertig zu werden. Magersüchtige weigern sich mit Nachdruck ein gesundes Gewicht zu halten, verleugnen zumeist ihre Erkrankung und weisen ein verzerrtes Bild von ihrem Körper auf. Sie versuchen durch den Einsatz von verschiedenen Methoden, wie beispielsweise Fasten, intensives/exzessives körperliches Training, Appetitzügler, harntreibende Mittel, Abführmittel oder selbstherbeigeführtes Erbrechen ihr Gewicht zu reduzieren. Sie leiden zwar unter den negativen Begleiterscheinungen, wie beispielsweise Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Antriebslosigkeit, Haarausfall, Elektrolytentgleisungen, Nierenversagen und fürchten den Tod, aber sie wollen unter keinen Umständen auch nur 1 Gramm zunehmen-. Die Psychoanalyse bietet hierzu eine Vielzahl von Hilfsmöglichkeiten.

 

Hauterkrankungen

 

Ich könnte aus der Haut fahren oder Ich fühle mich in meiner Haut nicht wohl sind typische Reaktionen auf Ärger oder Angst. Die Haut ist das größte und neben dem Gehirn wichtigste Organ des Menschen und erfüllt eine Fülle von Aufgaben. Unsere Haut reagiert auf seelische, wie auch auf körperliche Einflüsse sehr empfindlich. Hauterkrankungen können auch das Gefühl auslösen abstoßend und damit nicht kontaktfähig zu sein. Das Selbstwertgefühl wird herabgesetzt. Zum körperlichen Leid kommt noch das psychische. Ein Teufelskreis schließt sich.

Die Psychotherapie hat ein breit gefächertes Therapieprogramm zur Linderung von Hauterkrankungen.

 

Hypochondrische Störung

 

Hypochondrische Störung ist gekennzeichnet durch die feste Überzeugung an einer körperlichen Krankheit zu leiden, eine sehr seltene oder bisher noch unbekannte Krankheit zu haben oder die dauerhafte Beschäftigung mit einer angenommenen Entstellung oder Mißbildung. Körperliche Symptome werden als Beweis für das Vorhandensein der befürchteten Erkrankung herangezogen. Die Folgen sind dauerhaftes Leiden, ständige Sorgen und Ängste um die eigene Gesundheit und so die Beeinträchtigung des alltäglichen Lebens.

Betroffene Personen beginnen ein Doctorshopping. Sie suchen immer häufiger medizinische Einrichtungen auf, lassen sich unzählige Male untersuchen, wenden sich an neue Ärzte, immer mit dem Wunsch, eine Rückversicherung darüber zu erhalten, dass sie die befürchtete Erkrankung nicht haben. Teilweise fühlen sich die Klienten von den Fachleuten und den Menschen ihrer Umgebung nicht mehr ernst genommen, was den Leidensdruck noch erhöht.

Die Behandlung dieser Störung beinhaltet das Aufgeben bisheriger Lösungsversuche (Untersuchungen), Informationsvermittlung über die Entstehung der Störung, gedankliche Neubewertung, positive Selbstgespräche, Umgang mit Belastungen und Konflikten und die Konfrontation mit der Angst.

 

Kindliches Einnässen- Enuresis

 

Enuresis ist eine Krankheit und keine kindliche Unerzogenheit! Studien zeigen eine enge Beziehung zwischen Bettnässen und Belastungen. Der beim Säugling noch reflektorisch ablaufende Entleerungsvorgang muss später willentlich kontrolliert werden. Der Erwerb der Blasenkontrolle erfolgt durch das komplizierte Zusammenspiel einer Reihe wichtiger organischer, reifungsbedingter, psychischer und sozialer Fertigkeiten. Kindliches Einnässen ist häufig ein Anzeichen dafür, dass das Kind leidet.

Für die Psychotherapie ist die Mitarbeit der Eltern Voraussetzung. Mögliche Belastungen und Ängste des Kindes bzw. Gründe des Einnässens werden gemeinsam erörtert. Falsche Praktiken wie Windeln anlegen, Flüssigkeitseinschränkung und abendliches/nächtliches Erinnern werden deutlich gemacht, und das schafft die Grundlage für eine Veränderung. Ich wende häufig Entspannungstechniken und sonstige Verfahren an.

 

Kopfschmerzen

 

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten körperlichen Beschwerden. Für rund ein Drittel aller Personen sind Kopfschmerzen ein ernstes Problem. Bei Erwachsenen sind in Deutschland Millionen von Krankheitstagen auf das Konto von Kopfschmerzen zurückzuführen und bei Kindern sind sie eine häufige Ursache von Fehlzeiten in der Schule. Sie können körperliche wie auch psychische Ursachen und Auslöser haben.

In der Psychotherapie werden die Auslöser, die aufrechterhaltenden Bedingungen und ihre Konsequenzen genau erarbeitet. Durch vielfältige Methoden können die Kopfschmerzen erträglicher bzw. beseitigt werden.

 

Legasthenie

 

Legasthenie ist eine Teilleistungsstörung in den Bereichen Lesen und/oder Schreiben und /oder Lesen.

Beim legasthenen Kind sind Teilleistungsfunktionen in den Bereichen.

  • OPTIK: undeutliches Sehen von Symbolen, Zahlen und Buchstaben
  • AKUSTIK: ähnliche Wörter können schwer unterschieden werden
  • RAUMLAGE: Schwierigkeiten mit der Wahrnehmung von Distanzen und der Raumorientierung
  • SERIALITÄT: Probleme mit der Planung von Tätigkeiten, z.B. Bildabfolge richtig zu reihen
  • INTERMODALITÄT: alle Sinne zusammen gebrauchen, beeinträchtigt.

Behandlung der Legasthenie durch ein Legasthenietraining:

  • Individiuelle Diagnostik Aufmerksamkeitstraining = Steigerung der Aufmerksamkeit
  • Funktionstraining = Training der Teilleistungsdefizite
  • Symptomtraining = konkretes Üben von Lesen, Schreiben und Rechnen
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Nikotinabhängigkeit

 

Rauchen kann man als gelerntes Verhaltensmuster ansehen, das für den Konsumenten kurzfristig positive Konsequenzen hat. Rauchen ist aber auch eine Hauptursache von chronischen und tödlichen Erkrankungen wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um das Rauchen aufzugeben ist es unbedingt notwendig, die Rauchgewohnheiten zu kennen: - Was sind die Gründe für Ihr Rauchen? - Bei welchen Gelegenheiten rauchen Sie? - Was bewirkt Ihr Verlangen nach einer Zigarette? - Welche Zigarette können Sie am ehesten und welche am schwersten aufgeben?

Mit Hilfe psychotherapeutischer Methoden können folgende Ziele erreicht werden: Unterbrechung des automatisierten Verhaltens, Entwicklung von Alternativen um die positiven psychologischen Effekte der Sucht auszugleichen, Aufbau von positiven Gefühlen, Reduzierung bzw. Vermeidung des Zigarettenrauchens.

 

Phobien

 

Sind gekennzeichnet durch übertriebene Furcht vor Objekten, Situationen oder der Umgebung - es sind irrationale Ängste und keine vernünftigen Reaktionen. Manche Phobiker reagieren mit Panik, wenn sie in eine Menschenmenge geraten, andere, wenn sie sich allein auf einem großen Platz befinden. Manche Personen leiden unter einer abnormen Furcht vor Krankheitskeimen und Jugendliche entwickeln panische Ängste vor Prüfungen.

Ich konfrontiere die PatientInnen mit der angstbesetzten Situation in Kombination mit einem Entspannungstraining. Zusätzlich biete ich Methoden an, mit denen die PatientInnen ihre Gedanken, Bewertungen, Gefühle und Einstellungen verändern können.

 

Posttraumatische Belastungsstörungen

 

Beobachtungen, dass extreme Ereignisse extreme Reaktionen verursachen, sind schon lange bekannt. Traumen sind kurz- oder lang anhaltende Ereignisse / Geschehen von außergewöhnlicher Bedrohung und katastrophalem Ausmaß, die nahezu bei jedem Menschen tief greifende Verzweiflung auslösen würden.

Beispiele wie Vergewaltigungen, kriminelle Gewalt, Kriegserlebnisse, Naturkatastrophen, Verkehrsunfälle ... vermitteln uns täglich die Medien. Die Psychotherapie bietet unterschiedliche Methoden zur Bewältigung von traumatischen Erlebnissen wie Konfrontationsverfahren, Angstbewältigungstraining; EMDR und sonstige Verfahren.

 

Pubertät

 

Die Pubertät soll ein ungestraftes und unbestraftes Exerzierfeld sein". (Friedrich)

Keine Zeit ist so stürmisch, so heftig umstritten wie das Jugendlichenalter. In dieser Zeit zeigt sich am deutlichsten, dass der Entwicklung des Menschen keine Normen vorgegeben sind und alle Erziehungsbemühungen der Eltern an Grenzen stoßen. Auf das Einsetzen der hormonellen Umstellung reagiert jedes Kind anders.

Unerwartet treten Veränderungen auf, die bei uns Eltern für Verwirrung sorgen, obwohl sie lediglich Ausdruck einer Entwicklungs- und Durchgangsphase sind. Gute Informationen über Pubertät sollen Mut machen und zeigen, dass das Jugendalter einfach risikobehaftet ist und es manchmal ein großes Glück bedeutet, wenn das Kind diese Phase ohne große Schwierigkeiten durchsteht.

Es soll aber vor allem Bewußtsein schaffen, daß in uns Menschen (sowohl in den Kindern als auch in uns Eltern) wichtige Fähigkeiten schlummern, mit deren Hilfe wir ungünstige Lebenssituationen erfolgreich bewältigen können. Dazu ist es aber notwendig, dass Eltern auch in der schlimmsten Krisenzeit Ruhe bewahren. Nur wenn wir eine realistische Einschätzung der Situation haben, können wir uns selbst helfen.

 

Sexueller Missbrauch

 

Sexuelle Gewalt ("sexueller Missbrauch") ist ein traumatisches Erlebnis und kann psychische Sofort-, Früh- oder Spätfolgen nach sich ziehen.

Langfristige Auswirkungen hat ein traumatisches Ereignis vor allem dann, wenn von den Betroffenen die Erfahrung auf andere Lebensbereiche und andere Personen übertragen wird, die mit dem traumatischen Ereignis eigentlich nicht in Verbindung stehen. Es kann passieren, dass Betroffene das Geschehene aufdringlich wieder erleben, wenn sie sich in einer ähnlichen Situation befinden. Häufig vermeiden Betroffene Situationen, die mit der einmal erlebten Gewalt in irgendeinem Zusammenhang stehen. Das Erlebte führt auch dazu, dass sich diese Personen emotional zurückziehen und innere Blockaden aufbauen. Umgekehrt können sie in ihrem Gefühlsleben besonders empfindlich werden und sie reagieren mit Übererregtheit (körperlich, emotional, kognitiv). Das Geschehene hat also - je nach Person - sehr unterschiedliche Auswirkungen. In jedem Fall aber schränkt die erlebte sexuelle Gewalt das Gefühlsleben, Denken und Verhalten der Betroffenen deutlich ein.

Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung ist besonders wichtig. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass sich positive Gefühle entwickeln, Erinnerungen in den Hintergrund treten, statt negativer Gedankenmuster (z.B. Selbstabwertungen) neue Erwartungen und Wünsche aufgebaut werden. Auch der Körper, der nach sexuellen Gewalt-Erlebnissen oft gespannt und niedergeschlagen bleibt, kann wieder mobilisiert und aufgebaut werden.

Einige weitere für die Klientin/den Klienten wichtige Themen sind weiter:

  • Bewältigung posttraumatischer Reaktionen,
  • Lernen sich abzugrenzen,
  • Aufarbeiten traumatischer Kindheitserlebnisse,
  • Aufbau positiver Selbstwahrnehmung
  • Behandlung sexueller Probleme.
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Sexualität

 

Ochs tut es, Kuh tut es, auch das liebe Känguruh tut es, du tu es, sei einmal verliebt. Jede(r) oder fast jede(r) tut es ... und fast alle fragen sich, ob das denn richtig oder normal sei, was sie da machen.

Sexualität ist ein menschliches Grundbedürfnis. In ihr kommen die gesamte Erfahrung und Beziehungsgeschichte eines Menschen zum Ausdruck. Sexualität vollzieht sich - real oder in der Phantasie - in Beziehungen zu einem anderen Menschen. Sexualität ist konkret.

"Ich hab meist keine Lust auf Sex, wenn es viel ist, schlafen wir zweimal im Monat miteinander"; "Ich bin meinem Mann nicht immer treu, ist das bei anderen Frauen auch so?"; "Ich besitze kein Sexspielzeug, und ich glaube, andere Männer können öfter als ich, und mir gelingt es nie, Frauen in einer Disco aufzureißen"; "Ich bin seit 20 Jahren auf der Suche nach meiner großen Liebe, finde sie aber nicht".

Die Menschen heute glauben, vieles oder sogar alles über Sex zu wissen, aber sie sind gleichzeitig enorm verunsichert, denn in Illustrierten und Filmen wird gewöhnlich nur ein sehr kleiner Teil aus dem breitem Spektrum menschlicher Sexualität gezeigt, das heißt, es werden Mythen und Fehlvorstellungen über Sexualität produziert. Immer dann, wenn nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit für das Ganze ausgegeben wird, kommt es zu dogmatischen und einseitigen Vorstellungen. Der Sexmythos hat sich in den letzten Jahrzehnten umgedreht. Vor den 50-er Jahren war das Thema Sex in der Öffentlichkeit tabu, heute ist das Thema Sex allgegenwärtig.

Es ist beinahe schon selbstverständlich in Talkshows über multiple Orgasmen, Seitensprünge oder sado-masochistische Praktiken zu reden.

Das setzt viele unter Druck, gedanklich, gefühlsmäßig und in den Erwartungen. Nachdem in den Medien hauptsächlich die Hochleistungs- oder die Spezialitäten-Sexualität dargestellt wird, sind viele, die so genannten normalen Sex haben, verunsichert. Sexuelle Mythen, Fehlvorstellungen, tun ein Übriges um Mann oder Frau unter Druck zu setzen.

Einige davon sind:

  • Es ist kein richtiger Mann, der seiner Partnerin keinen vaginalen Orgasmus bescheren kann.
  • Der Penis muss groß und stahlhart sein, um eine Frau befriedigen zu können.
  • Zur Sexualität ist immer starke Erregung notwendig.
  • Sexualität bedeutet immer Geschlechtsverkehr und Ejakulation.
  • Selbstbefriedigung schadet der Partnerschaft.
  • Männer sind allzeit bereit.
  • Frauen sollen mehrfache Orgasmen haben.
  • Der gleichzeitige Orgasmus ist das höchste Glück.
  • Eine Partnerschaft muss lebenslang leidenschaftlich sein.

In der Sexualtherapie werden diese und andere Mythen hinterfragt. Gleichzeitig aber biete ich konkrete Informationen und Handlungsmöglichkeiten an, mit denen sexuelle Probleme gelöst werden können.

 

Angst in sozialen Situationen - soziale Phobie

 

Die soziale Phobie kennzeichnet Ängste im Umgang mit anderen Menschen. Vorherrschend ist die Angst vor negativer Bewertung durch Andere, die Angst im Mittelpunkt zu stehen, die Angst in sozialen Situationen zu zittern, zu schwitzen oder zu erröten, die Angst vor anderen zu sprechen oder zu essen und die Angst öffentliche Toiletten zu benutzen. Um sich dem furchtbaren Gefühl der Angst nicht stellen zu müssen, vermeiden sozial phobische Menschen die angstauslösenden Situationen. Diese Phobie kann zu deutlichen Beeinträchtigungen im familiären und beruflichen Alltag führen.

Die Psychotherapie ist bei Ängsten eine sehr wirkungsvolle Behandlungsmethode. Angstauslösende Gedanken werden verändert und die soziale Wahrnehmung trainiert. Bisher gemiedene Situationen werden gemeinsam mit der Therapeutin / dem Therapeuten geübt. Nach kurzer Zeit lernen die KlientInnen wieder entspannt Freunde zu treffen, ihre Hobbys auszuüben und ihren beruflichen Verpflichtungen nachzugehen.

 

Suchterkrankung

 

Was ist Sucht?

Sucht wird von der Weltgesundheitsorganisation folgendermaßen definiert: Es handelt sich um ein Stadium chronischer oder periodischer Berauschung durch wiederholte Einnahme einer natürlichen oder synthetischen Droge. Der Abhängige erreicht durch die Einnahme bestimmter Substanzen (legale, illegale) einen anderen, von ihm angestrebten und als angenehm empfundenen Bewusstseinszustand.

Es gibt substanzenbezogene und handlungsbezogene Suchtformen. Die Suchtmittel reizen im Gehirn die Belohnungszentren. Daher ist es so schwer diese Krankheit in den Griff zu bekommen.

Es gibt gute psychotherapeutische Konzepte, wobei aber immer der Wille des Betroffenen das wichtigste therapeutische Instrument ist.

 

Spielsucht

 

Der Traum vom Glück wird zum Alptraum: Jede Woche Toto, Lotto! Jede Woche mit dabei! - täglich werden Konsumenten durch die Medien aufgefordert bei diversen Gewinnspielen mitzumachen, um ja nicht die Chance auf das große Geld, das Glück des Lebens zu verpassen.

Massive Werbung fördert eine positive Einstellung gegenüber Glücksspielen, weckt Bedürfnisse nach dem schnellen Geld. Einige Spieler verlieren jedoch die Kontrolle über ihr Spielverhalten - mit erheblichen individuellen und sozialen Folgeschäden. Pathologisches Glücksspiel ist eine Suchterkrankung.

Psychotherapeutische Methoden helfen den Spielern, ihre Isolation aufzubrechen, sie verringern den psychischen Druck und erhöhen die Wahrnehmungsfähigkeit, die ihnen erlaubt, alternative Verhaltensweisen zu finden und damit spielfrei zu werden. Wir gehen mit den Spielern an die Orte des Spiels, und erarbeiten vor Ort Abwehrstrategien gegen die Sucht. Wir unterstützen die Familienmitglieder beim richtigen Umgang mit den Spielern.

 

Sprach- und Sprechstörungen

 

Sprach- und Sprechstörungen sind häufig die Folge von Störungen im Zentralnervensystem. Die Therapie von Sprach- und Sprechstörungen ist zumeist langwierig, bleiben sie allerdings unbehandelt, werden sie chronisch. Eine individuelle Diagnostik zur Trennung von gestörter Sprache und gestörtem Sprechen ist vor allem für die Behandlung sehr wichtig.

  • Sprachstörung - gestörte Sprache: Es bestehen Defizite im Verstehen und Produzieren der Wortform, der Satzform und des Inhalts.
  • Defizite in der Sprachentwicklung (z.B. aufgrund von Hörbeeinträchtigung oder eines allgemeinen Entwicklungsrückstandes Verlust erworbener Sprache (Aphasie)
  • Spezifische Sprachausfälle (z.B. Dysgrammatismus, reduzierter Wortschatz, Störungen der Wortfindung, des sprachlichen Gedächtnisses, usw.)
  • Sprechstörung - gestörtes Sprechen: Defizite im Verstehen oder Produzieren einzelner Wörter oder Störungen in der Sprechflüssigkeit.
  • Störungen der Lauterkennung und -wiedergabe
    • Lautagnosie: Kinder können gehörte Sprachlaute schwer unterscheiden
    • Stammeln : Gestörte Produktion gewisser Buchstaben wie "k" oder "s", vertauschen einzelner Buchstaben im Wort usw.
  • Störungen der Sprechflüssigkeit
    • Stottern: Wiederholungen von einzelnen Buchstaben (z.B. k-k-k-kommen) oder pressendes Steckenbleiben (z.B. k-----kommt)
    • Poltern: überhastetes Sprechen mit ausgelassenen Lauten oder Silben

 

Tics im Kindes- und Jugendalter

 

Bei den Tics wird zwischen

  • motorischen, das sind unwillkürliche, rasche, wiederholte Bewegungen wie z.B. Augenblinzeln, Kopfwerfen, Schulterzucken, Grimassieren usw. und
  • vokalen, plötzlichen einsetzenden Lauten wie z.B. Räuspern, Grunzen, Zischen, der Gebrauch von Schimpfwörtern oder die Wiederholung eigener Laute oder Wörter

unterschieden.

 

Die betreffenden Personen haben das Gefühl ihre Tics nicht unterdrücken zu können. Der Beginn von Ticerkrankungen liegt in der Kindheit (4-5 Jahre) oder in der frühen Pubertät. Tics können vorübergehend auftreten und in Phasen von Stress wiederkehren oder chronisch sein. Das Tourettesyndrom ist eine Kombination von vokalen mit vielen verschiedenen motorischen Tics in chronischer Form (d.h. die Tics treten mehrmals täglich auf).

Die Tiefenpsychologische Psychotherapie bietet zielführende Behandlungsansätze.

 

Tinitus

 

Wer unter Ohrensausen leidet, braucht Hilfe. Tinitus kann viele Ursachen haben, deshalb ist eine genaue medizinische Abklärung notwendig. Nach derzeitigem Forschungsstand ist Tinitus ein Geschehen, das im Gehirn und nicht im Ohr abläuft.

Deshalb ist die psychologische Behandlung im Rahmen der Tinitus-Rehabilitation notwendig. Sie zielt darauf ab die Wahrnehmung zu verändern, den Streß zu reduzieren, Entspannungsmethoden zu lernen, und den Lebensstil in einigen Bereichen zu modifizieren.

 

Trauma

Was versteht man unter einem Trauma?

Der Begriff 'Trauma' stammt ursprünglich aus der Medizin und bedeutet 'Verletzung, Wunde'. In der Psychologie ist damit eine tiefe seelische Verletzung gemeint.

Als Trauma gilt grundsätzlich ein Ereignis, das für die betreffende Person in grossem Masse bedrohlich für Leib und/oder Seele erlebt wurde. Ein psychisches Trauma ist ein 'seelischer Schock oder eine starke seelische Erschütterung'.

Ein Mensch, der eine psychische oder körperliche Traumatisierung erlitten hat, weist zahlreiche, stark belastende Symptome auf, die es ihm schwer machen können, Alltag und Beziehungen zu bewältigen.

In unserer Gesellschaft sind Traumata sehr häufig mit körperlichen Übergriffen verbunden. Genauso traumatisierend ist aber z.B. der psychische Missbrauch in der Kindheit oder in Beziehungen.

Unter welchen Symptomen können traumatisierte Menschen leiden?

Traumatische Erfahrungen prägen einen Menschen und sie prägen jeden Menschen auf seine individuelle Art. Darum sind die Symptome oft so einzigartig wie die Person selber. Es gibt aber eine Reihe von Symptomen die typisch für das Leiden nach einer traumatischen Erfahrung sind. Einige der folgenden Symptome werden auch unter dem Begriff der 'posttraumatischen Belastungsstörung' zusammengefasst:

  • Vermeidung, über das Erlebte zu sprechen
  • Starke Gefühle von eigener Schuld am Erlebten
  • Starke Gefühle von Scham
  • 'Alles für sich behalten', mit niemandem darüber sprechen
  • Albträume
  • Angstattacken bis hin zu Panikattacken
  • Starke negative Überflutungen, wenn eine Erinnerung kommt
  • Schwierigkeiten, vertrauensvolle Beziehungen einzugehen
  • Sich selber verletzen (z.B. Schnittwunden)
  • Häufiges Gefühl von Leere
  • Vermeidung, an das Erlebte zu denken, darüber zu sprechen etc. und es trotzdem immer präsent haben
  • Schreckhaftigkeit / gestiegene Wachsamkeit
  • Stark kontrollierter Umgang mit den eigenen Gefühlen
  • Pötzlich wiederkehrende Erinnerungen, die stark mit den traumatisierenden Gefühlen, Gerüchen etc. verbunden sind (sogenannte Flash-backs)

Die mit dem traumatisierenden Ereignis verbundenen Erinnerungen, Gedanken und Gefühle sind so stark und belastend, dass die Betroffenen versuchen, sie aus dem täglichen Bewusstsein zu verdrängen. Je mehr sie diese Gefühle aber verdrängen, desto stärker wird der seelische Druck. Ein Teufelskreis, der das Leiden immer vergrössern kann.

Erinnerungen, Gedanken und Gefühle werden nicht verarbeitet, finden keinen angemessenen Platz in der Biographie und in der Seele des Betroffenen und schmerzen deshalb weiter. Mit der Zeit erfordert das Verdrängen so viel Energie, dass in der Folge neue, sekundäre Symptome entstehen können. Es bildet sich ein fataler, energieaufreibender und stark belastender Teufelskreis.

Professionelle, psychologische Trauma-Behandlung

Wer in seinem Leben traumatisiert worden ist, sollte grosses Gewicht darauf legen, einen warmherzigen, wertschätzenden, zertifizierten EMDR Psychotherapeuten zu finden, bei dem man sich in allen Symptomen ernstgenommen fühlt, und bei dem auch an den schwierigen Themen wie Scham und Angst, geduldig und behutsam gearbeitet wird.

Das behutsame Vorgehen, die Gefühle genau zu erforschen und sie nicht einfach zu überrollen, ist entscheidend für den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung in der Therapie. Ein mitfühlender, professioneller Psychotherapeut wird alle Entscheidungen über das Vorangehen aufmerksam der Kraft und der Bereitschaft des Betroffenen anpassen.

Die Arbeit mit traumatisierten Menschen ist anspruchsvoll, und es sollten sich nur gesondert zertifizierte professionelle Psychotherapeuten (Psychologen und Psychiater) damit beschäftigen.

Die Gefahr ist zu gross, eine durch falsche Behandlungen, fehlende medizinische und psychologische Kenntnisse  sogenannte 'Wieder-Traumatisierungen' hervorzurufen, die stellenweise auch zum Suizid der Patienten führen können.

.So ist das im Laien- Therapeuten-Umfeld beliebte Konzept 'man muss nur darüber sprechen, dann verarbeitet man' eine gefährliche Massnahme eine in Zweifel zu stellende Vorgehensweise.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Transsexualität

 

Von Transsexualität betroffene Menschen haben ein anhaltendes Unbehagen und ein Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen, biologischen Geschlecht. Sie fühlen sich im falschen Körper. Transsexuelle haben die dauerhafte innere Gewissheit, dass sie dem anderen Geschlecht zugehören. Entweder ist ihr körperliches Erscheinungsbild männlich und sie empfinden sich als Frau, oder ihr körperliches Erscheinungsbild ist weiblich und sie empfinden sich als Mann. Meistens können sich die Betroffenen bis weit in die Kindheit an dieses paradoxe Zugehörigkeitsgefühl zurückerinnern. Im Laufe der Jahre wird der Leidensdruck immer größer, der dazu führen kann, dass die Betroffenen ihr Äußeres den inneren Empfindungen angleichen wollen. Sie versuchen durch hormonelle und chirurgische Eingriffe weitest möglich das Erscheinungsbild des angestrebten Geschlechts anzunehmen und sowohl sozial als auch juridisch anerkannt im gewünschten Geschlecht zu leben.

Die alleinige Stärke des Geschlechtsanpassungswunsches und die Selbstdiagnose der Betroffenen können jedoch nicht als zuverlässige Indikatoren für das Vorliegen einer Transsexualität angenommen werden. Eine zuverlässige Beurteilung im Rahmen fachärztlicher Untersuchungen (Psychiatrie, Gynäkologie, Urologie, Endokrinologie, Gerichtsmedizin) und psychologischer Diagnostik sind notwendig. Eine Psychotherapie kontinuierlich über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr bzw. mindestens 50 Stunden ist zu empfehlen. Anschließend wird bei einer psychiatrischen Kontrolle der weitere Verlauf besprochen.

 

Trauerreaktionen

 

Trauerreaktionen sind eine Form der Depression, die als Folge eines Verlustes (geliebter Partner, Eltern oder Kinder, Wohlstand, berufliche Stellung) auftritt. Die Trauerreaktionen bestehen aus zwei Komponenten: Trauer und Leid.

Unter Trauer versteht man das konventionelle Verhalten, das von den Sitten und Gebräuchen der Gesellschaft bestimmt ist. Unter Leid das stereotype Muster von psychologischen und physiologischen Reaktionen biologischen Ursprungs. Trauer als ein Ritual mag nur wenig oder keinen Affekt beinhalten. Leid kann außerhalb der Trauerrituale vorhanden sein - die beiden Reaktionsmuster können unabhängig voneinander auftreten, sind aber meist eng miteinander verbunden und ergänzen sich. Die Leidreaktionen sind es jedoch um die sich der Therapeut kümmern muss.

Merkmale von Leid:

  • Körperliche Symptome: Rückzug, Erschöpfung, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit
  • Auslöser ist der Verlust eines geliebten Objektes und die Trauer verschwindet wieder mit neuen Objektbeziehungen. Leid ist eine äußerst belastende Emotion sowohl psychologisch als auch physiologisch. Die Tiefenpsychologische Psychotherapie bietet für die Trauer gute, begleitende Behandlungskonzepte an.

Verhaltensstörungen

 

Solche Kinder fallen durch sozial störendes Verhalten auf und leiden darunter eher weniger als ihre Umwelt. Sie können sich in gewissen Situationen nicht angemessen benehmen. Einige Kinder sind aggressiv und streitsüchtig, können sich in einer Gruppe schlecht anpassen oder zerstören vorsätzlich Gegenstände.

Dadurch wird die Eltern-Kind Beziehung sehr belastet; die Eltern fühlen sich ihren Kindern häufig ausgeliefert. Die Kinder erleben, dass sie nur geschimpft und gestraft werden und fühlen sich ungeliebt.

Nach genauer Diagnostik und Verhaltensbeobachtung werden gemeinsam mit den Eltern Gründe für das Verhalten gesucht und Möglichkeiten zur Veränderung erarbeitet. Ziel der Psychotherapie ist eine entspanntere Atmosphäre in der Familie und ein liebevoller Umgang mit den Kindern.

 

Zwangsstörungen

 

Ein bis drei Prozent aller Menschen leiden unter Zwangserkrankungen. Zwangserkrankte waschen sich täglich stundenlang oder gehen viele Male in ihre Wohnung zurück um zu kontrollieren, ob sie abgeschlossen ist. Sie wissen, dass diese Handlungen unvernünftig sind und müssen sie dennoch ausführen.

Ähnlich laufen die Prozesse bei Zwangsgedanken ab. Sie tauchen immer wieder auf und besetzen das Gehirn. Die Zwangskrankheit gilt als verborgene Krankheit, weil die Betroffenen sie geheim halten und lange keine Behandlung suchen. Im Schnitt erhalten sie deshalb erst nach mehr als 10 Jahren eine angemessene Therapie.

Psychotherapie und medikamentöse Therapie kombiniert mit einem Konfrontationstraining kann bei diesem Problem sehr wirksam sein.

 

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